Folgend ein paar Eindrücke von unserem Island-Urlaub und Tipps von Erst-Urlaubern. Die meisten Bilder sind am Ende des Posts.
Inhaltsverzeichnis
Im Juni 2019 ging es für 12 Tage das erste Mal für uns nach Island. Die ersten Tage verbrachten wir in Reykjavik, danach es auf der Ringstraße einmal um die Insel. Insgesamt fuhren wir etwas mehr als 2110 Kilometer. Ich werde im folgenden ein kurzen Abriss über unsere Sightseeing-Touren machen und danach noch weitere, sicher bereits bekannte, Tipps für einen Island-Urlaub geben.

Reykjavik
Die Hauptstadt von Island ist, verglichen mit anderen Hauptstädten Europas, relativ klein. So gibt es nur eine Einkaufspromenande in der Stadt, der Laugavegur. Wenn man es drauf anlegt, kann man alles Sehenswertes an einem Tag besuchen. Die Stadt und deren Geschichte lernten wir im Zuge einer Free Walking Tour besser kennen; unser Guide führte uns und die Gruppe mit unterhaltsamen Anekdoten durch Reykjavik. Wer zum Abend ausgehen möchte und am liebsten vorher noch etwas trinken möchte, sollte es sich vorher die App „Appy Hour“ herunterladen (iOS / Android). Mit dieser App findet man zahlreiche Bars und Restaurant, die alkoholische Getränke vergünstigt ausschenken. Appy Hour listet für jede Lokalität auf, zu welchem Preis und vor allem wann die Happy Hour gilt. Wir aßen in Reykjavik nur einmal abends auswärts, in der Brauerei „Bryggjan Brugghus Brewery“ gab es Fish & Chips und, selbstverständlich, Bier.

Auf seinem Weg durch Reykjaviks sollte man auch einen Stopp bei „Bæjarins Beztu Pylsur“ einplanen, einem Hot Dog-Stand, an dem schon Bill Clinton ein Würstchen verspeiste.
Ringstraße
Der Roadtrip um die Insel führte uns anfangs erstmal zum, bzw. um den „Golden Circle„, genauer zur alten Volksversammlung „Þingvellir“, dann weiter zum großen Geysir, über zum Gullfoss (dem goldenen Wasserfall) und als letzte Station des Tages der Rundtour zum schwarzen Strand bei Vik. An vielen Stellen gab nahezu keine Menschen – nur bei den vermeintlichen „Tourist-Hotspots“ gab es dann Menschentrauben. Über die Länge des Trips sah man auch immer wieder die gleichen Gesichter.
Wir waren um die Zeit der Sommersonnenwende in Island, was bedeutete, dass die Sonne gefühlt nie unterging und die Nächte dementsprechend sehr hell waren. Auf unserer Rundereise schliefen wir in kleine Hütten, nah am Strand, in Nachbarschaft zu Pferden oder auch in Jurte. In allen konnte man sehr gut schlafen, trotz der Sonne am Nachthimmel.
Das obligatorische „Whale Watching“ ließen wir uns selbstverständlich auch nicht nehmen. Da unsere Reisezeit nicht der idealste Zeitpunkt für Walsichtungen war, sahen wir auch nur 2 Mal kurz einen Wal, bzw. dessen Rücken aus dem Meer auftauchen.
Unsere 12 Tage reichten bei weitem nicht aus, alles zu sehen und alles zu machen. Island hätte noch so viel mehr zu bieten, z.B. die Westfjörde – aber
man kann nicht alles sehen. Oder wie der Isländer sagen würde: „Þetta reddast“
Thermen / Baden
Wir waren insgesamt in drei Thermen und zwei „normalen“ Schwimmbädern. Die Schwimmbäder entsprachen etwa deutsches Niveau, abgesehen davon, dass die Isländer komplett auf Chlor im Wasser verzichten.
Natürliche Thermen, bei denen das Wasser mit geotheremischen Quellen vermischt wird, gibt es so natürlich nicht in Deutschland. Wir waren im „Mývatn Nature Bath„, im Geosea in Husavik und in der, sicher weltbekannten, Blue Lagoon. Alle diese Thermen sind unter freiem Himmel. Während die Becken also warm sind, ist es in Island nicht unwahrscheinlich, dass alles oberhalb des Wasserlinie deutlich kühler ist.
Die warmen Becken im Mývatn Nature Bath und im Geosea resultieren tatsächlich daraus, dass man das Wasser durch eine natürliche geothermischen Quelle erhitzt. Bei der Blauen Lagune nutzt man jedoch die Abwärme des nahegelegenen geothermischen Kraftwerk. Im Geosea schwimmt man im Meerwasser, welches direkt aus der Bucht stammt. Sowohl die Therme in Mývatn als auch die Blue Lagoon nutzen Süßwasser. Ingesamt empfanden wir das Geosea als die schönste und angenehmste Therme. Das hat einerseits mit der großartigen Aussicht zu tun; man schaut direkt über die Bucht, in der man in der Ferne manchmal sogar Waale entdecken kann. Andrerseits war es im Geosea auch nicht so voll (mit Touristen), so dass man wirklich entspannen konnte. Im Mývatn Nature Bath waren die Becken schon etwas voller und die „Blue Lagoon“ wird stark von Touristen frequentiert, was sicher an der Nähe zum Flughafen und Reykjavik liegt. Wenn man mich fragen würde, welche Therme man besuchen sollte, würde ich trotzdem antworten: „Alle!“
Jede Therme hat ihren Charme und ihre Einzigartigkeit. Geosea bietet die beste Aussicht mit den „Infinity Pools“ aus salzigen Meerwasser, das Mývatn Nature Bath bietet ein natürliches und türkis-farbendes Becken und die „Blue Lagoon“ hat das ganze Konzept „Thermen für Touristen“ perfektioniert: es gibt eine Bar für Getränke und eine für Gesichtsmasken, damit man das warme Becken bloß nicht verlassen muss. So kann man völlig entspannt am Rand des Beckens liegen, mit Algenmaske im Gesicht und dem Getränk seiner Wahl in der Handx und den Urlaub genießen.

weitere Tipps
Selbstverständlich hatten wir vorher Reiseführer und Blogs studiert, um uns bestens (oder zumindest etwas) vorzubereiten. Dennoch kann ich es nicht überbetonen, die dort bereits genannten Tipps zu befolgen:
Wasser muss man nicht kaufen!
Das Wasser in Island ist klar – klarer geht es eigentlich gar nicht mehr – und auch aus Quellen in der Natur unbedenklich. Das hatten wir vorher schon gelesen und wurde uns auch vor Ort mehrfach von Isländern bestätigt. Es gib viele frei zugängliche Wasserspender, an denen man seine Trinkflasche auffüllen kann, oder man nutzt eben einen Wasserfall oder Bach in der Natur.
(auch) Essen ist teuer!
Wie alles andere ist auch das Essen in Island teuer. Wenn man die Möglichkeit hat, sich in einer Küche oder über einer Feuerstelle Essen zubereiten zu können, sollte man dies absolut nutzen. Lebensmittel sind in den Supermärkten nun auch nicht gerade günstig – wie soll das auch sein, wenn sehr viele produkt importiert werden müssen -, aber alles in allem noch günstiger als in einem Restaurant zu speisen. Im Supermarkt kann man sich auch alles für „Stullen“, bzw. eine Brotzeit besorgen. Besonders Skyr und Lachs mit Frischkäse eignen sich ideal für die Verpflegung über den Tag.
Alkohol mitbringen!
Wenn nötig und möglich lohnt es sich wortwörtlich, wenn man Alkohol aus dem Heimatland mitbringt. Am Flughafen Reykjavík gibt es auch noch einmal eine Kaufmöglichkeit im Duty-Free – dort ist es zwar günstiger als im restlichen Land, aber trotz allem noch immer teurer als jedem anderen europäischen Land. Wieviel Alkohol eingeführt werden dürfen, listet das zuständige Minsiterium wunderbar auf.
Ab ins Schwimmbad!
Nach einem Tag Sightseeing oder einer Wanderung im typisch launigen isländischen Wetter, ist es eine Wohltat, sich danach in einem beheizten Becken zu erholen. Denn: Jedes noch so kleines Dorf hat sein eigenes Schwimmbad. Mit beheizten Becken, Hot tub(s) und häufig Saunen (die jedoch nicht als textilfrei gelten).
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