Japan 🇯🇵

Japan. Das Land der aufgehenden Sonne, Samurais und Sushi. Ein Land am anderen Ende der Welt (aus europäischer Sicht). Unser Reise nach Japan begann im Oktober 2024; es war eine drei-wöchige Rundreise durch das Land.

Start- und Endpunkt war jeweils Tokyo. Japans Schnellzüge, „Shinkansen“ genannt, und das großartige Bahnnetz machte es sehr einfach, schnell und vor allem pünktlich und bequem (Gruß an die Deutsche Bahn!), die unterschiedlichen Städte anzusteuern. Von Tokyo machten wir einen kurzen Abstecher nach Nikko. Dann ging es weiter nach Kanazawa. Mit dem Zug ging es dann von Kanazawa für einen Tag nach Koya-san. Die naheliegenden Städte Kyoto und Osaka folgten danach, inklusive Besuch in Nara. Vorletzte Station war dann Hiroshima, mit einem kurzen Stopover in Himeji. Nach Hiroshima fuhren wir zurück in den Osten nach Hakone, und kamen dbaie am Berg Fuji vorbei. Von Hakone ging es dann am Ende auch wieder nach Tokyo, um den Rückflug zurück nach Deutschland anzutreten.

Unsere Route quer durch Japan
Inhaltsverzeichnis

Tokyo

Tokyo, die 14-Millionen-Stadt, kann nie und nimmer in knapp 5 Tagen vollständig erkundet werden. Dennoch versuchten wir unser Bestes. Am ersten Tag besuchten wir nur noch den nahegelegnen Kaiserpalast mit dem umliegenden Garten. Für mehr reichte unsere Kraft nach dem langen Flug gegen die Zeit nicht mehr und wir fielen kurz nach dem Besuch beim Palast müde ins Bett.

Die nächsten Tage waren dafür umso „ertragreicher“. Wir maschierten und marschierten.

Wir besuchten die bekannte Shibuya Crossing und schauten uns Meiji-Schrein als auch Ushijima-Schrein an. Wir machten halt in einem Pokemon-Shop und in zig Cafés, um Matcha oder Kaffee zu trinken. Wir ruhten uns in innerstädtischen Gärten wie dem Hamarikyu-Garten aus. Genauso statteten wir dem Sensō-ji Tempel einen Besuch ab. Wir fuhren hoch hinhaus im Toyko Tower und bekamen einen fantastischen Überblick über die lichterglitzernde Stadt, nachdem die Sonne untergegangen war. Und weil uns der „nächtliche“ Blick nicht genügte, waren wir an einem anderen Tag noch auf dem Tokyo Skytree, um die Stadt mal am hellichen Tage von oben zu betrachten.

Damit die Kultur auch nicht zu kurz kam, besuchten wir sowohl ein „herkömmliches“ Museum, das Nationalmuseum Tokyo, in der wir mehr über die japanischer Kultur und deren Kunst lernt. Daneben waren wir aber auch in einer hipperen Ausstellung: dem interaktiven teamLab Planets Toyko.
Abends verbrachten wir die Abende manchmal in einer Sakebar/Izakaya oder auch einmal in einer Retro-Spielautomatenhalle in Akihabara und fielen dann am Ende halb-tot ins Bett.

Die Aufzählung ist beileibe damit nicht vollständig. Ich vergesse sicherlich noch das eine oder andere „Große“, was wir gesehen oder erlebt hatten – geschweige von den ganzen Kleinigkeiten drumherum, die man in der Metropole Tokyo finden kann. Zum Beispiel die Getränke-Automaten an jeder Ecke, an denen man sich unter anderem gekühlten Grünen Tee holen konnte. Ein Traum!

Wenn ich eines noch hervorheben müsste, dann wäre es der Besuch auf dem alten Fischmarkt „Tsukiji“. Eva hatte eine Führung für diesen aufgetan. Bei der Führung wurde uns nicht nur die Geschichte vom Markt (und den nahegelegenen Tempeln) erzählt, sondern wir durften die eine oder andere Spezialität probieren. Yummy.

Am Ende der Tour folgte dann die „Krönung“: unsere Gruppe kehrte in ein Suhi-Restaurant ein, in dem wir direkt am Thresen bei den Sushi-Meistern Platz nehmen durften. So konnten wir aus nächster Nähe anschauen, wie leichtfertig die Herren das Sushi aus frischem Fisch zubereiteten. Es verstand sich von selbst, dass das Sushi das beste war, das wir je hatten …

Vor unserer Reise hatten wir ein bisschen „Bammel“ vor Toyko, allein wegen der schieren Größe der Stadt, der Sprache und wirklich fremden Kultur. Aber diese Angst wurde in keinster Form bestätigt. Klar – die Schrift blieb uns die ganze Reise über ein Rätsel. Aber dies ließ sich meist mit Google Lens/Translate recht gut lösen. Die meisten Japaner, mit denen wir interagierten, konnten tatsächlich Englisch, so dass sich unsere Fragen meist schnell lösen ließen. Das U-Bahn-Netz Tokyos war jetzt auch nicht sonderlich kompliziert, und mit der Suica-Card auch bequem zu nutzen. Unser Tokyo-Besuch war zwar anstregend, aber das ausschließlich nur, weil wir viel unterwegs waren. Nicht weil die Stadt „zu groß“ und umwerfend war.


Nikko

Der Kontrast zwischen Nikko und Tokyo konnte nicht größer gewesen sein: mit dem Zug aus der turbulenten Metropole Tokyo erreichten wir das verschlafend wirkende Städtchen Nikko. Die Stadt Nikko beherbergt zahlreiche bekannte Tempel und Sehenswürdigkeiten, so zum Beispiel den Tempel Rinnō-ji, UNESCO-Weltkulturerbe, den Tōshō-gū Schrein oder das Bild der berühmten drei Affen, die nichts (Böses) sehen, hören und reden. Wir verbrachten in Nikko knapp anderthalb Tage. Nicht nur um uns die Tempelanlagen anzuschauen, sondern auch, um in schönster herbstlicher Stimmung kurz am See Chuzenji zu verweilen, Wasserfälle in der Nähe anzuschauen und einfach ein wenig in der japanischen Natur zu sein. Das häufig auch fast ganz allein und immer bei besten Sonnenschein.

Der kurze Besuch in Nikko war ideal, um nach dem langen Hinflug und täglichen Märschen in Toyko etwas „entschleunigt“ zu werden und Kraft zu tanken, für die nun beginnende Rundreise quer über Japans Hauptinsel Honshū.


Kanazawa

Kanazawa war unser erster Stopp der Shikansen-Rundfahrt. Von Tokyo war es sehr einfach mit einer Direktverbindung zu erreichen. Die Stadt an der Küste des japanischen Meeres bot für uns Touris eine Burg (natürlich!) und mit dem Garten „Kenroku-en“ auch einen von drei „perfekten Gärten Japans“. Da ich garten-technisch nicht so bewandert bin, kann ich jetzt nicht behaupten, die Gründe hierfür wahrgenommen zu haben. Aber der Garten war wirklich nett anzusehen und schön angelegt. Das konnte ich sogar als Laie erkennen.


Bevor wir Burg und Garten besuchten, schauten wir auf dem von unserem Hotel sehr nahegelegenen Omicho-Markt vorbei. Der Markt bot für den einheimischen Japaner viele frische Dinge, sei es Gemüse und Obst, oder frischer Fisch und Austern.

Am zweiten Tag besuchten wir das Samurai- und Teeviertel und machten einen Abstecher zum D.T. Suzuki Museum, dass sich ganz um den Zen-Philosophen D. T. Suzuki dreht – Empfehlung!


Koya-san

Der Name Koya-san bezeichnet keinen Ort, sondern mehr eine Gegend. Koya ist der namensgebende Berg, um den herum Tempel entstanden. Die ersten Tempel wurde von einem buddhistischen Mönch namens Kōbō Daishi um 800 gegründet, es folgten aber hunderte weitere. Des Weiteren ist Koya-san für die Möglichkeiten bekannt, in einem shukubo (Tempel) zu übernachten – mit der Gelegenheit einer morgendlichen, buddhistischen Andacht beizuwohnen. Genau das war unser Plan (Eigentlich stand auch eine Übernachtung in einem Ryokan (traditionell eingerichtetes japanisches Hotel) auf unserer imaginären Liste, aber mangels Angebote blieb es „nur“ bei der Übernachtung im Tempel.)

Von Kanazawa nach Koya-san war es ein ganzes Stück, eine Direktverbindung gab es nicht. Wir fuhren mit einem Shikansen über Osaka, und stiegen dort dann um: nicht in einen weiteren Schnellzug, sondern mehr in eine Bummelbahn. Das lag aber vor allem daran, weil der Zug sich Bergen hochschlängeln musste, einspurig.

Im Bergdorf angekommen, tingelten wir vom Bahnhof weiter zu unserer Herberge, dem Fukuchi-in Tempel, in der wir ein typisch japanisches Zimmer bezogen: Futonmatratzen auf Tatami-Matten, ein kleiner Schrank, sonst war fast nichts anderes im Raum. Toiletten und öffentliche Waschbecken musste man sich mit den anderen Gästen des Tempels teilen.

Wir legten auch nur kurz unsere Sachen ab und machten uns gleich weiter, die Tempelanlagen erkunden. So lang bis die Sonne langsam unterging und es in den Höhen der Berge (immerhin 800 Meter Höhenmeter!!) frischer wurde. Glücklicherweise besaß unser buddhistische Tempel ein eigenes Onsen-Bad (heiße Thermalquelle), in dem wir uns nach diesem Tag wärmen konnten. Getrennt, denn in Japan sind Onsen in der Regel geschlechter-getrennt. Den Abschluss des Tages machte dann ein Abendessen von den Mönchen, ganz nach der traditionellen vegetarische buddhistische Küchenlehre, Shōjin Ryōri.

Bevor wir den Tag darauf den Weg gen Kyoto antraten, wollten wir noch den Okunoin Tempel besuchen. Dort soll Kōbō Daishi noch immer verweilen, unsterblich in ewiger Meditation. Mönche bringen ihm heutzutage noch immer täglich frisches Essen, in einer halbfeierlichen Prozedur.

Damit wir da hin fanden – der Weg führt durch einen Wald, bzw. dem Friedhof Okunoin, hatte Eva eine Guide organisiert. Die nette japanische Dame erklärte uns auf dem Weg zum Tempel die tradionellen Riten, Gepflogenheiten und Glauben:
Wenn ihr eine Glocke bei einem Schrein seht, verbeugt euch, werft eine Münze und läutet dann die Glocke zwei- oder dreimal, verbeugt euch noch zweimal, klatscht und verbeugt euch ein letztes Mal.
Solltet ihr bei einem Tempel eine Waschstelle sehen, so nehmt die Kelle in eure linke Hand und reinigt damit eure rechte Hand. Dann andersherum. Nun die linke Hand mit Wasser füllen, diese zum Mund führen und Mund/Lippen damit reinigen. Dann noch einmal die linke Hand wie im ersten Schritt reinigen und als letztes die Kelle zurück legen.

Im Friedhofswald gab es zahlreiche Gräber, Buddha-Statuen und Tori. Viele davon mit Moos bedeckt und wirklich alt, was das Ganze neben der Erläuterungen unserer Führerin noch eindrücklicher machte. Das Spektakel um Kōbō Daishis Essen am Tempel war dann auch ganz nett … aber den Wald fande ich spannender! Da nur ein Weg zum Tempel führte, mussten wir den gleichen Weg zurück. Diesmal aber etwas schnelleren Ganges, weil wir den Zug nach Kyoto bekommen mussten.


Kyoto

Die ehemalige Kaiserstadt Kyoto ist bekannt für seine Tempel, und das in einem Land, das eh schon nicht arm an Tempeln ist. Und ja, das stimmte. Neben den 14 Tempeln, die UNESCO Weltkulturerbe sind, gibt es noch so viele mehr. Wir hätten unsere knapp 4 Tage in Kyoto vermutlich allein nur in und um Tempel verbingen können. Größenteils machten wir das auch. Wir besuchten Kinkaku-ji (goldener Pavillon), Ryōan-ji, Nishi Hongan-ji, Kiyomizu-dera, Tenryū-ji, Nanzen-ji und sicher noch viele mehr, deren Namen ich mir nicht gemerkt hatte. Den ersten Tag nutzten wir hierfür Fahrräder (des Hotels), womit wir einfacher von A nach B als zu Fuß kamen.

Neben den Tempel hakten wir als Touristen auch einen/den Bambus-Wald ab, der leider wenig spektakulär war. Einerseits hatte ich mir diesen Wald irgendwie dichter und größer vorgestellt und andrerseits war es unfassbar überlaufen … klar, wir waren Teil des Problems und ich sollte mir an meine eigene Nase fassen – aber aber …

In Kyoto waren wir auch bei einer klassichen japanischem Tee-Zeremonie. Dort wurde uns erklärt wurde, wie das mit dem „Matcha-Aufschlagen“ richtig funktioniert, woher die Tradition kommt und dass es eigentlich deutlich mehr ist, als nur ein Tee-Getränk zu brühen.

Ein Highlight, neben den wirklich stellenweise schönen Tempel (Kinkaku-ji, Ryōan-ji, Tenryū-ji), war aber in Kyoto auf alle Fälle unserer Besuch beim Sumo-Kampf. Oder besser gesagt: Kämpfen. Wir waren bei einer nationalen Meisterschaft mit zig Kämpfen. Glaube ich. So ganz verstanden hatte ich es nicht. Aber jedenfalls ging es ein paar Stunden, mit den unterschiedlichsten Kämpfen und Showeinlagen. Meist dauerte das Einlaufen und Vorstellen der Kämpfer länger als der Kampf dann selbst. Es war aber höchst unterhaltsam. Zu unserem Ticket gab es eine Bento-Box dazu, so dass wir mehrere Stunden auf unseren Knien auf dem Boden saßen, Sushi aus den Boxen aßen und ganz fasziniert dem Geschehen im und um den Ring folgten. Klare Empfehlung!


Osaka

Kyotos „Nachbarstadt“ Osaka konnte uns nicht so richtig überzeugen. Klar, es gab da auch eine tolle anzusehende Burg und Tempel. Abends waren wir auch in Dotonbori, der „Ausgehecke“ von Osaka, direkt am Kanal. Aber nach Tokyo und Kyoto kam da nicht so richtig der „Ahh!“- oder „Wow!“-Effekt bei uns auf. Nichsdestotrotz hatten wir unseren Spaß: So fuhren wir abends mit einem lächerlich-wirkenden Riesenrad der Supermarktkette „Don Quijote“ direkt am Kanal 77 Meter in die Höhe, um einen Eindruck von Osaka bei Nacht zu erhalten. Oder wir probierten die (durchweg leckere) Spezialität Osakas, die Takoyaki, bei einem kalten Bier…
Das war schon alles ganz nett. Aber der eine Tag in Osaka reichte uns auch absolut.


Nara

Rehe. Wenn Nara für eines bekannt ist, dann für Rehe. So dachte ich die ganze Zeit. Aber eigentlich sind es keine Rehe, sondern „Sikahirsche“. Aber wer von uns ist schon Biologin oder Biologe und könnte den Unterschied erkennen? Genau …
Die Tiere sind fast überall im Stadtbild zu finden, insbesondere jedoch um den Nara-Park herum. Sie sind Menschen gewohnt, lassen sich stellenweise streicheln und füttern. Dennoch sind die Hirsche nicht domestiziert – es ist also immer Vorsicht geboten. Wir sahen mehrfach, wie „freche“ Tiere Besucher zwickten, damit diese ihnen was zu fressen gaben. Und bei einem Bock mit großem Geweih, der plötzlich im Weg steht, wurde einem dann auch ein wenig mulmig.

Selbstverständlich hat Nara nicht nur Rehe – äh … Hirsche! – zu bieten: In der Stadt existieren mehrere Tempel und Tempelanlagen, die man als Tourist besuchen kann. Erwartungsgemäß machten wir auch genau dies.

Erstes und wichtigstes Ziel unseres Besuch war der Tōdai-ji. Dieser Tempel ist nicht nur das größte Holzbauwerk der Welt, sondern beherbergt auch gleichzeitig die größte buddhistische Bronzestatue. Und ja – beides ist wirklich sehr, sehr groß! Daneben existierten noch zahlreich weitere Tempel, an denen wir mehr oder minder planlos vorbeikamen und bestaunten.

Auf dem Rückweg von Nara nach Kyoto machten wir noch einen Stopp beim Shinto-Schrein „Fushimi Inari-Taisha“, der für seine zahlreichen Alleen aus roten Tori (Tore) bekannt ist.


Himeji

Auf der Zugfahrt von Kyoto nach Hiroshima kommt man zwangsläufig an Himeji vorbei. Die Stadt ist bekannt für ihre namensgebende Burg Himeji. Deswegen legten wir dort einen Zwischenstopp von wenigen Stunden ein, um uns das Weltkulturerbe anzuschauen.

Und ja – die Burg hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Verlässt man den Bahnhof ist „Himeji-jō“ schon aus der Ferne zu sehen. Nähert man sich der Burg dann immer weiter, entsteht ein eindrucksvolles Bild – die Größe der Burg, der Burganlage und des umgebehnden Parks sind beachtlich. Daneben ist die Burg nicht nur groß, sondern auch außerordentlich hübsch anzusehen!

Weil wir nur ein wenige Stunden für den Zwischenstopp eingeplant hatten, machten wir nur einen gemütlichen Rundgang um die Burg herum, gingen einmal bis ganz nach oben in einen der Türme und dann auch schon wieder zurück zum Bahnhof, um unseren Zug nach Hiroshima zu bekommen.


Hiroshima

Denkt man an Hiroshima, muss man – beziehungsweise ich – unweigerlich auch an die Atombombenabwürfe der US-Amerikaner auf Hiroshima (und Nagasaki) denken. Wie schlimm diese Ereignisse waren, konnten wir selbstverständlich nicht ansatzweise nachvollziehen – aber der Friedenspark mit seinen Mahnmalen und Denkmälern im Zentrum der Stadt ließ uns doch
innehalten und nachdenklich werden. Der „Atomic Bomb Dome“ ist ein bildgewordenes Mahnmal und Erinnerung zugleich. Jedoch wiegte insbesondere unser Besuch im „Friedensmuseum“ dann doch sehr schwer: spätestens dort wurde jeder und jedem klar, wie schlimm die Leiden durch die Zerstörung, aber auch danach, waren. Der Besuch ist dennoch unbedingt zu empfehlen.

Für den zweiten Tag in Hiroshima wählten wir dann leichtere Kost: ein Besuch auf der Insel Miyajima mit dem ikonischen Itsukushima-Schrein. Auf der Insel verbrachten wir den halben Tag in der „Natur“, mit einer kleinen Wanderung bzw. Rundgang rund um die (nicht so große) Insel.


Hakone

Hakone ist unter anderem für seine Quellen bekannt. Deswegen wollten wir nach den Kilometern, die wir auf der Reise gerissen hatten, am Ende unseres Trips die Füße hochlegen – und den Berg Fuji sehen. Letzteres gelang uns leider nicht. Wir konnten nur kurz bei der Zugfahrt Fujisan erspähen. Die restlichen Tage zierte sich der Berg und versteckte sich hinter einer stetigen Wolkendecke.

Wir besuchten den Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark und fuhren dort anfangs mit einer Seilbahn hoch hinaus, um doch vielleicht Fujisan zu sehen – aber nein. Fujisan zierte sich unseren ganzen Besuch über. Stattdessen ging es dann mit einem „Pirartenschiff“ auf dem Ashi-See weiter. Bei besten Sonnenschein. Das war auch okay. Auf der Rückfahrt nach Hakone machten wir noch Halt beim Hakone-Open-Air-Museum.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Tokyo, um am Folgetag unseren Rückflug anzutreten. So kurz können drei Wochen sein …


Fazit

Japan war fantastisch. Es ist eine Reise wert. Mehrere Reisen sogar. Wir hatten so viele besuchenswerte Dinge, Städte und Regionen neben unserer Route „links liegen lassen müssen“, weil wir eben nur drei Wochen hatten und uns auf bestimmte Ziele konzentrieren wollten und mussten. Neben den ganzen Dingen, die wir bewusst auf unserer Route ausgespart hatten, gab es noch eine handvoll Präfekturen Japans, die wir nicht einmal betreten hatten: Hokkaido, Shikoku, Kyushu oder Okinawa.

Wenn Japan nicht so weit weg und vor allem teuer wäre, wäre es ein Anwärter für eine baldigen Wiederbesuch. Aber da muss es sich wie Island erstmal noch weiter gedulden…